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IKARUS Gala 2025: Die „herausragenden Berliner Inszenierungen des Jahres für Kinder und Jugendliche“ sind gekürt!
IKARUS 2024
IKARUS 2024
© Kay Herschelmann

Bei der Gala zur 24. Ausgabe des IKARUS Theaterpreises wurden am Freitagabend im Theater an der Parkaue – Junges Staatstheater Berlin die herausragenden Berliner Theaterinszenierungen für Kinder und Jugendliche gekürt. Dabei entschieden eine 5-köpfige Fachjury und eine 12-köpfige Jugendjury unabhängig voneinander und kürten insgesamt vier Gewinner:innen. 

Preisträger in der Kategorie Kindertheater sind „Fuchs du hast die Angst gestohlen“ von Zitadelle Puppet Company (Ikarus der Jugendjury) und „BÄR. Ein Zeitzeuge erzählt“ von der Schaubude Berlin (Ikarus der Fachjury). 

Preisträger in der Kategorie Jugendtheater sind „BÜLOWSTRASSE“ vom GRIPS Theater (Ikarus der Jugendjury) und „Antigones Vermächtnis“ vom Theater an der Parkaue – Junges Staatstheater Berlin (Ikarus der Fachjury). 

 Alle vier Preise sind mit je 2.500 € prämiert. Die Fachjury zeichnete mit „BÄR“ und „Antigones Vermächtnis“ Inszenierungen aus, die sich wichtigen politischen Themen widmen: der NS-Zeit und dem Widerstand der iranischen Frauen gegen das brutale Regime im Iran. 

Eine 5-köpfige Fachjury (Anaïs Clerc, Salome Dastmalchi, Elena Philipp, Maja Das Gupta, Redaktionsteam Radio Teddy) und eine 12-köpfige Jugendjury hatten die nominierten Inszenierungen im Vorfeld der IKARUS Gala gesichtet, um dann in der vergangenen Woche in unabhängigen Sitzungen ihren Entscheidungen zu treffen. Nachdem gestern alle acht nominierten Stücke in kurzen Ausschnitten live auf die Bühne kamen, wurden die IKARUS-Preise verliehen. Im Bereich Kindertheater wurde erstmals eine Produktion von der Schaubude Berlin prämiert. Im Jugendbereich gewann das Theater Parkaue als Gastgeber unter großem Applaus den Preis der Fachjury. Die Jugendjury, die schon im Nominierungsverfahren mit großem Engagement und viel Herzblut mitwirkte, erhielt durch ihre kreativen Preisträger-Präsentationen langhaltenden Beifall. 

Kathrin Völker-Krause, Geschäftsführerin des veranstaltenden JugendKulturService, fand in ihrer Ansprache auch mahnende Worde und formulierte eine politische Botschaft: „30 Prozent weniger Premieren und Wiederaufnahmen im Bereich Kinder- und Jugendtheater im Vergleich zum Vorjahr, das sind die direkten Folgen der Kulturkürzungen. Und es trifft ausgerechnet wieder Kinder und junge Menschen. Wenn notwendige Strukturen verschwinden, verlieren wir nicht nur Theater und deren Produktionen, sondern Zugänge zu Kunst, zu Ausdruckskraft, zu Teilhabe und zu all dem, was das Theater für junges Publikum bewirken kann. Kinder- und Jugendtheater ist keine Nebensache, sondern demokratische Zukunftsarbeit.“

IKARUS-Preisträger der Fachjury im Bereich Kindertheater

Fuchs, du hast die Angst gestohlen | Zitadelle Puppet Company

Fuchs du hast die Angst gestohlen
Fuchs du hast die Angst gestohlen
© Klaus Zinnecker

Laudatio der Jugendjury zu „Fuchs, du hast die Angst gestohlen“

Wenn der kleine Angsthase Fritz auf den Fuchs Charlie trifft, ist er sofort beeindruckt. Charlie erzählt voller Stolz von all den Situationen, in denen er angeblich völlig furchtlos war. Fritz kann das kaum glauben – und so begeben sich die beiden ungleichen Gefährten gemeinsam auf die Suche nach Charlies Angst. Ihre Reise führt sie zu tiefen Seen und gefürchteten Kreaturen, bis hin zu Fritz’ Onkel, der ihnen gute Ratschläge gibt und überzeugt ist, dass sein selbst erschaffener Gruselwald jedem Tier Angst einflößen würde. Doch am Ende ist es etwas völlig Unerwartetes, das Charlies Angst schließlich ans Licht bringt.

„Fuchs, du hast die Angst gestohlen“ ist ein Theaterstück, das mit nur zwei Darstellerinnen oder Darstellern auskommt, die nahezu nahtlos und mit beeindruckender Leichtigkeit zwischen den Rollen wechseln. Jede Figur ist einzigartig, lebendig und humorvoll gestaltet. Durch die unterhaltsamen und zugleich berührenden Darbietungen gelingt es, Zuschauerinnen und Zuschauer jeden Alters zu fesseln und zum Lachen zu bringen – ein Stück, das sich wunderbar für einen gemeinsamen Familienbesuch eignet, besonders für Kinder, die sich gerne auf eine fantasievolle Reise mitnehmen lassen. Das Bühnenbild ist schlicht, aber überaus wirkungsvoll. Mit wenigen Veränderungen – etwa einem Bilderrahmen oder einem blauen Tuch – und einer passenden Lichtgestaltung verwandelt sich die Bühne im Handumdrehen in einen Fuchsbau oder eine glitzernde Unterwasserwelt. So entsteht eine Atmosphäre, die nicht nur die Figuren, sondern auch das Publikum vollständig in den Bann zieht.

Das humorvolle Puppenspiel für Kinder greift auf einfühlsame Weise ein tiefgehendes Thema auf. Es thematisiert toxische Männlichkeit, die unbewusst durch das Elternteil des Fuchses weitergegeben wird, und zeigt zugleich, wie schwer es ist, sich von solchen Mustern zu befreien. In der Begegnung zwischen dem scheinbar furchtlosen Fuchs Charlie und dem kleinen Angsthasen Fritz entwickelt sich eine zarte, kluge und berührende Freundschaft – voller Gespräche, Abenteuer und Erkenntnisse.

Ein Stück, das Mut macht, hinzusehen, hinzufühlen – und zu erkennen, dass wahre Stärke nicht in Angstlosigkeit, sondern im Zulassen von Gefühlen liegt


Statement der Zitadelle Puppet Company zum IKARUS 2025

Wir freuen uns so sehr über den Ikarus Preis der Jugendjury für unser Stück „Fuchs du hast die Angst gestohlen“.

Das Thema Angst begleitet uns immer wieder in unserer Arbeit und wir haben das Gefühl, dass die Angst irgendwie zunimmt um uns herum. Darum haben wir versucht den positiven Aspekt der Angst herauszuarbeiten und dabei herausgefunden, dass man Angst braucht, um mutig sein zu können. Und es braucht ganz schön viel Mut, um mit der Angst fertig zu werden.

Es ist toll zu sehen mit wieviel Verständnis und Tiefblick und nicht zuletzt Humor die Jugendlichen Theater schauen und beschreiben können. Wir waren sehr beeindruckt von ihrer Laudatio.

Der Ikarus ist wichtig für uns, als eher kleines Theater, da er uns bestätigt in dem, was wir tun, uns Mut und Zuversicht gibt weiterzumachen und den Humor nicht zu verlieren. Denn Kinder und Jugendliche brauchen gutes Theater.

Wir glauben, dass Angst in unseren Zeiten irgendwie überall ist, aber lasst uns nicht verzagen und so offen und aufmerksam, sensibel und freundlich sein, wie diese Jugendjury.

Wir freuen uns wahnsinnig über diesen Preis. 
Danke


BÄR. Ein Zeitzeuge erzählt | Schaubude Berlin

BÄR. Ein Zeitzeuge erzählt
BÄR. Ein Zeitzeuge erzählt
© Kay Herschelmann

Laudatio der Fachjury zu „BÄR. Ein Zeitzeuge erzählt“

Die Figurenspielerin Josephine Hock hat gemeinsam mit der Szenografin Luise Ehrenwerth und dem Team um Regisseur Hannes Kapsch Irene Grumach-Shiruns fast über 100 Jahre alten Teddy zu ihrem Spielpartner gemacht. Um das kostbare Unikat zu schützen, hat sie von Puppenbauerin Verena Waldmüller eigens einen zweiten Bären für die Bühne anfertigen lassen.

Gemeinsam erzählen Bär und Spielerin Irenes Lebensgeschichte. Sie zeigen, was zunehmend verdrängt wird – und das für ein Publikum ab neun Jahren. Die Jury hat besonders beeindruckt, dass die Zeit des Nationalsozialismus bereits für Grundschulkinder erfahrbar gemacht wird und dafür, auf dokumentarischer Grundlage, eine ganz eigene Ästhetik entsteht.

Die Inszenierung spielt mit Licht und Schatten, Figuren werden auf rotierenden Scheiben in Szene gesetzt und mit Taschenlampen ausgeleuchtet, weiße Stoffbahnen raffiniert immer wieder neu arrangiert, so dass der Raum aufgebrochen wird und das Erzählte im wahrsten Sinne des Wortes in die Tiefe geht.

Hinter dem Solo stehen etliche Künstler*innen: Das minimalistische, beeindruckend wirkmächtige Lichtdesign hat Werner Wallner gestaltet, durch die Sounds von Sebastian Schlemminger entsteht ein Sog, der uns in Irenes Erinnerungen beziehungsweise die ihres Teddys hineinzieht. Was mag aus dem ausgewanderten Freund von Irene geworden sein, der ihr den Teddy schenkte, weil er nicht mehr in seinen Koffer passte? Es bleiben Leerstellen bei diesem Spiel mit Nähe und Distanz, mit Vorder- und Hintergrund.

Als Irenes Teddybär sich fragt, ob er genuggetan hat – ob er gegen die Deportation von Irenes jüdischer Großmutter hätte einschreiten können – steht plötzlich die Frage nach Zivilcourage im Raum. Und wenn das liebste Spielzeug sich diese Frage stellt, dann kann sie auch an ein sehr junges Publikum weitergegeben werden – eines, das gefordert, aber nicht überfordert wird.

Die konzentrierte Stille in den Vorstellungen, der langanhaltende Applaus und die regen Nachfragen zeugen davon, dass „Bär. Ein Zeitzeuge erzählt“ sein Publikum erreicht und ihm ein komplexes, ernstes Thema auf sinnliche Weise zugänglich macht.

Statement der Schaubude Berlin zum IKARUS 2025

Wir, das Produktionsteam und das Team der Schaubude Berlin, freuen uns riesig über den Ikarus 2025 und über das Vertrauen der Fachjury in diese Arbeit, die uns sehr am Herzen liegt. Uns hat Bärchen, der Teddybär von Irene Grumach-Shirun, auf eine Reise mit in seine Vergangenheit genommen: Auf diesem Weg durften wir gemeinsam immer wieder Türen aufstoßen. Dahinter haben wir fantastische Menschen aus verschiedenen Städten und Ländern kennengelernt, die uns ihre Erinnerungen geschenkt haben. Dafür sind wir unendlich dankbar – denn ohne dieses gemeinsam gesponnene Geflecht und ohne diese ganzen Zufälle, hätte diese Inszenierung nicht entstehen können.

Wir sind glücklich, dass wir die Inszenierung bereits oft in Berlin und auf Gastspielen zeigen konnten und danken herzlich unserem jungen Publikum, das unsere Einladung zur Auseinandersetzung mit der NS-Zeit annimmt. Mit dem Ikarus im Rücken freuen wir uns auf die Wiederaufnahme und auf die nächsten Vorstellungen!

IKARUS-Preisträger der Fachjury im Bereich Jugendtheater

Antigones Vermächtnis | Theater an der Parkaue

Antigones Vermächtnis
Antigones Vermächtnis
© Kay Herschelmann

Laudatio der Fachjury zu „Antigones Vermächtnis“

Antigone ist ein Symbol des weiblichen Widerstandes, sie steht für die Selbstermächtigung einer Frau, für ihr autonomes Denken und Handeln in einem autokratischen Staat, sie steht für den Mut, sich Gesetzen vehement und unermüdlich zu widersetzen und dabei das Risiko einzugehen, Sterben zu müssen.

Das Ensemble der Parkaue, allen voran Nina Niknafs und Theresa Henning als die ungleichen Schwestern Ismene und Antigone, arbeitet sich wütend, voller Kraft und Leidenschaft an der antiken Tragödie ab. Die Geschwister ringen miteinander, eigene Ideale werden in Frage gestellt, überdacht und neu verhandelt, Konflikte werden radikal angegangen, niemals fallengelassen, sondern ausgehalten bis zuletzt. Kein Wort ist dahingesagt, jeder Satz ist klar gesetzt, hier wird gesucht, gekämpft und gefunden.

Der Text von Athena Farrokhzad ist mächtig, groß und klug und lässt erkennen, wie aktuell die antike Tragödie von Sophokles ist, welche Kämpfe bis dato nie aufgehört haben – wahrscheinlich nie aufhören werden. Die treibenden Dialoge lassen Beziehungen aufflammen, die von einer Unruhe zur nächsten geschleudert werden, die nach einer Katharsis streben. Wir spüren, dass es bis zum emotionalen Frieden der beiden Schwestern einen Weg der Uneinigkeit gibt, der von beiden gegangen werden muss. Und bei diesem Weg wird die Liebe nie außer Acht gelassen.

Farnaz Arbabi lässt ihr Ensemble leuchten und kämpfen, lässt sie verhandeln und gibt den Spieler*innen dabei den Raum, auf der Bühne durch Emotionen zu gehen, sich an dem Thema abzuarbeiten, ohne zum Werkzeug der Kunst zu werden. Sie lässt sie protestieren.

Als Tochter iranischer Eltern habe ich das Wort „Protest“ abonniert, sie protestieren, wir protestieren, ich protestiere, du protestierst, 2009 und 2022 sind dabei lediglich punktuell benannt, wir protestieren immer, irgendwie, das sitzt wohl in unserer DNA. Das ist die Epigenetik. Und diese Inszenierung steht für die iranische Protestbewegung, für die unermüdliche Kraft der iranischen Frauen, sich auch im Kleinsten gegen ein suppressives Regime zu wehren: zu Hause, an der Uni, auf der Straße, im Supermarkt. Das Private ist politisch, der Mut beispiellos, nahezu erschreckend.

Ja, es braucht genau solch ein Stück, das zeigt, dass das, was im Iran passiert, nur der Kompromisslosigkeit unzähliger Frauen zu verdanken ist.

Zan. Zendegi. Azadi.

Statement des Theaters an der Parkaue zum IKARUS 2025

Folgt in Kürze!

IKARUS-Preisträger der Jugendjury im Bereich Jugendtheater

BÜLOWSTRASSE | GRIPS Theater

 BÜLOWSTRASSE
BÜLOWSTRASSE
© Kay Herschelmann

Laudatio der Jugendjury zu „BÜLOWSTRASSE“

„Bülowstraße“ verfolgt das Leben dreier Jugendlicher und setzt sich auf Augenhöhe mit ihren Sorgen und Ängsten auseinander. Themen wie Orientierungslosigkeit und Sucht werden hier so erzählt, dass sie für alle zugänglich und nachvollziehbar sind. Ohne jede Wertung zeigt das Stück ein Gefühl von Ohnmacht, das viele Jugendliche kennen – die Suche danach, wie ihr Leben und ihre Zukunft einmal aussehen sollen. Die Darsteller*innen bringen die Beziehungen und Emotionen der Figuren echt, überzeugend und liebevoll auf die Bühne. Durch ihr Spiel entsteht eine neue, dichte Welt, in die das Publikum ganz selbstverständlich hineingezogen wird. Das Bühnenbild ist schlicht – und gerade darin liegt seine Kraft. Viele verschiedene Orte entstehen allein durch ein paar Türen und ein Video im Hintergrund. Und durch verborgene Klappen öffnet sich plötzlich eine geheimnisvolle Untergrundwelt der Stadt. Die Musik schließlich ist das Herz des Stücks. Nicht nur die Musicalsongs, sondern auch die instrumentalen Übergänge erzählen mit – sie machen das Innenleben der Figuren hörbar. Die dreifuchsköpfige Liveband lässt uns die Geschichte noch intensiver erleben, während die musikalischen Pausen Raum geben, das Gesehene nachklingen zu lassen.

„Bülowstraße“ reißt mit – und hinterlässt ein Gefühl von neuem Lebensmut.


Statement des GRIPS Theaters zum IKARUS 2025

Folgt in Kürze!

Nominierte Inszenierungen für den IKARUS 2025

Die nominierten Inszenierungen wurden von unserer Nominierungsjury Anfang Mai nach ausführlicher Diskussion aller Sichtungen gemeinsam bestimmt.

Kindertheater

Licht! | 2+ | Ulrike Kley

Licht!
Licht!
© Joachim Fleischer

Stückbeschreibung

eine Begegnung mit dem Unfassbaren | Objekttheater mit Live-Musik ohne Worte 

Was passiert, wenn das Licht die Bühne bekommt? Wird es übermütig? Lässt es sich im Eimer spazieren führen? Schämt es sich, wenn es rot wird? Spielt es Verstecken? Und wohin geht das Licht, wenn es ausgeht?

Mit Stimme, Klang und Spielwut erforschen Jazz-Sängerin Mette-Nadja Hansen und Figurenspielerin Ulrike Kley, wie Licht zu uns spricht. Licht, Klang und Bewegung machen den ersten Theaterbesuch zu einem multisensorischen Erlebnis.

Jurybegründung

Die Bühne ist leer. Eine Spielerin betritt den Raum und auf einmal ist da ein Licht. Was will es? Spricht es? Bewegt es sich? Will es spielen? Kann man es fangen? Aus der Neugier füreinander entsteht eine zarte Freundschaft, die zum gemeinsamen Spielen und Entdecken anregt.

Figurenspielerin Ulrike Kley, begleitet von Stimme und Klang der Jazzsängerin Mette-Nadja Hansen, präsentiert eine kurzweilige Theatererfahrung mit wenigen Mitteln, viel Humor und großer Wirkung. Licht, Bewegung und Klang verbinden sich zu einer vielschichtigen Erfahrung, die die Welt der Jüngsten aufgreift und auch für die Allerkleinsten zugänglich ist. So entsteht ein Theatererlebnis, das Staunen weckt, zum Mitfühlen einlädt und Lust aufs Nachspielen macht.

O-Ton Jury

"Ein Licht erscheint – und will spielen! Ohne Worte, mit Bewegung und im Einklang mit Stimme und Klang entfaltet sich eine charmante Begegnung. Mit Humor, Fantasie und Neugier wird daraus ein lebendiges Erlebnis, das auch für die Allerkleinsten erlebbar ist."

Aufführungstermine

03.11.2025, 10:00 | FELD Theater
04.11.2025, 10:00 | FELD Theater

www.ulrikekley.de

Credits

Idee/Spiel: Ulrike Kley
Stückentwicklung: Joachim Fleischer, Ulrike Kley
Künstlerische Mitarbeit: Joachim Fleischer
Choreografische Mitarbeit: Isabelle Schad
Live-Musik/Komposition: Mette-Nadja Hansen
Lichtprogrammierung: Joachim Fleischer
Dramaturgie: Yasmine Salimi
Kostüme: Adelheid Wieser
Fotos: Joachim Fleischer

Uraufführung: 30.11.2024
Dauer: 30 Min.
Altersempfehlung: 2-6 Jahre

Gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin sowie durch den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Der Koffer | 3+ | Theater Couturier

Der Koffer
Der Koffer
© Kirsten Haarmann www.kh-fotografie.com

Stückbeschreibung

Figurentheater frei nach dem Bilderbuch von Chris Naylor-Ballesteros

Drei Freunde treffen sich auf einer Lichtung im Wald: Vogel, Fuchs und Hase. Sie sind tolle Erfinder und Baumeister.

Da taucht plötzlich ein fremdes Tier bei ihnen auf. Huch, so eins haben sie noch nie gesehen! Es schleppt einen Koffer und sieht müde aus. Was will es? Woher ist es gekommen?Und vor allem: Was ist in dem Koffer? Bevor sie fragen können, schläft es vor Erschöpfung ein. Das ist die Gelegenheit: die drei schnappen sich den Koffer und öffnen ihn…
Eine eindringliche Geschichte für alle Kinder, die ihr Zuhause verlassen mussten und in der Fremde angekommen sind.

Jurybegründung

Der Koffer ist ein berührendes Kindertheaterstück, das mit einfachen Mitteln und großer emotionaler Klarheit wichtige Themen wie Toleranz, Neugier und Mitmenschlichkeit vermittelt. Die Geschichte eines Fremden mit einem geheimnisvollen Koffer, der auf Misstrauen stößt und doch Verständnis findet, macht Kindern Mut, offen auf Unbekanntes zuzugehen. Durch einfühlsames Spiel wird gezeigt, wie Vorurteile abgebaut und Vertrauen aufgebaut werden können. Am Ende steht ein bewegender Moment des Miteinanders, der deutlich macht: Jeder Mensch bringt eine Geschichte mit – und verdient einen Platz. Ein Stück, das nicht belehrt, sondern berührt und ein starkes Plädoyer für Empathie und Offenheit im kindlichen Alltag ist.

O-Ton Jury

"Der Koffer erzählt mit großer Wärme, wie wichtig Offenheit und Mitgefühl im Umgang mit dem Fremden sind. Eine kluge, kindgerechte Inszenierung, die berührt, ohne zu belehren – und Toleranz schon für die Kleinsten erlebbar macht."

Aufführungstermine

Fr. 19.09.2025, 10:30 | Fliegendes Theater
Sa. 20.09.2025, 16:00 | Fliegendes Theater
So. 12.10.2025, 16:00 | BrotfabrikBühne
Mo. 13.10.2025, 10:00 | BrotfabrikBühne
Di. 14.10.2025, 10:00 | BrotfabrikBühne
Sa. 18.10.2025, 11:00 | ATZE Musiktheater - Vorstellung muss leider ausfallen!
Di. 28.10.2025, 10:00 | Theater Zitadelle
Mi. 29.10.2025, 10:00 | Theater Zitadelle  - Vorstellung muss leider ausfallen!

https://theatercouturier.de/

Credits

Idee und Spiel: Martina Couturier
Regie und Figuren: Petra Albersmann
Dramaturgische Vorbereitung: C. Ahlhelm, M.Couturier
Bühne: Dirk Riethmüller
Musik: Carsten Wegener

Premiere: 08.02.2025 in der Schaubude, Berlin
Dauer: 45 Minuten
Foto-Credits: Kirsten Haarmann www.kh-fotografie.com

gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt
„Der Koffer“ wurde empfohlen von der Bundeszentrale für politische Bildung

Fuchs, du hast die Angst gestohlen | 4+ | Zitadelle Puppet Company

Fuchs du hast die Angst gestohlen
Fuchs du hast die Angst gestohlen
© Klaus Zinnecker

Stückbeschreibung

"Ich will auch mutig sein!", sagt der kleine Fuchs

Aber wer mutig sein will, der braucht auch Angst. Angst hat der kleine Fuchs nicht. Vor gar nichts. Wer hat ihm seine Angst gestohlen? Und wer kann ihm helfen? Na klar! Der kleine Angsthase. Ein Stück über die Suche nach der gesunden Portion Angst für die richtige Portion Mut im Leben.
Der Fuchs und der Hase begegnen einigen Gruseligen und einigen schönen Dingen auf ihrer Reise. Mal sehen, ob die Beiden die Angst und den Mut finden. Was sie auf jeden Fall finden, ist Freundschaft.

Eine Abenteuerreise, gespielt von Daniel Wagner und Florens Schmidt / Anna Wagner-Fregin.

Jurybegründung

Mit einem enormen Wortwitz, voller Eloquenz und intelligenten Pointen erzählt FUCHS, DU HAST DIE ANGST GESTOHLEN von alldem, was Angst in unserer Gesellschaft bedeuten kann, und vor allem davon, wie sie uns Menschen an- oder aberzogen wird. Die Spielenden sprechen nicht nur die Kinder mit ihrer klugen Inszenierung an, sondern auch die Erwachsenen. Da ist der Fuchs, der von seinem Vater vorgelebt bekommt, dass er angstfrei und stets mutig sein soll. Auf der anderen Seite ist der Hase, der gelehrt bekommt, immer gut auf sich selbst Acht zu geben und keine Risiken einzugehen. Zwischen eben diesen beiden entsteht eine wunderbare Freundschaft, die genauestens reflektiert, wie unterschiedlich sie jeweils mit Angst umgehen, wie sehr sie ab jetzt ihren eigenen Weg gehen und wie stark sie dieses Thema für sich selbst neu definieren müssen.

O-Ton Jury

Voller intelligentem Humor, mit kritischem Verständnis für aktuelle Themen unserer Gesellschaft und wunderbaren Puppen erzählt diese Inszenierung von einer großartigen Freundschaft zwischen zwei gänzlich unterschiedlichen Tieren und deren Erkenntnis, dass Angst im Grunde eine Frage der Definition ist!

Aufführungstermine

So. 05.10.2025, 16:00 | Theater Zitadelle
Mo. 06.10.2025, 10:00 | Theater Zitadelle
Di. 07.10.2025, 10:00 | Theater Zitadelle
Mi. 08.10.2025, 10:00 | Theater Zitadelle
Do. 09.10.2025, 10:00 | Theater Zitadelle

https://theaterimbergmannkiez.de/

Credits

Spiel: Daniel Wagner und Florens Schmidt / Anna Wagner-Fregin
Regie: Anna Wagner-Fregin
Puppen: Mechtild Nienaber
Bühne: Ralf Wagner und Ira Storch Hausmann
Kostüme: Ira Storch Hausmann
Assistenz: Elisa Ludwig

Uraufführung: 23.02.2025

Wazn Teez? | 6+ | Theater an der Parkaue – Junges Staatstheater Berlin

Wazn Teez?
Wazn Teez?
© Sinje Hasheider

Stückbeschreibung

ein Insekten-Musical

Ein Theaterspektakel für die ganze Familie, das in eine zauberhafte Insektenwelt entführt und zum Staunen einlädt.

„Wazn Teez?“ – „Was ist denn das?“, fragen sich Ixi, Fleisel, Brumms, Sisseli und Otto von Ottowo, fünf neugierige Insekten, als im Frühling ein zarter Trieb aus der Erde lugt. Als die Pflanze größer wird und Blätter treibt, wird sie noch mehr bestaunt. Wäre das nicht ein guter Platz für ein Baumhaus? Im Sommer steht sie in voller Blüte – „Iz an Freuenschuh!“, jubeln die fünf. Auch die geheimnisvollen Wandelings und die gefürchtete Tatta Schroxxler sind von der Pflanze angezogen. Doch dann kommt der Herbst, die Pflanze verblüht, bis der erste Schnee fällt und der Winter da ist. – Wie alles entsteht, vergeht es auch wieder, um schließlich erneut zu sprießen. Und als der Frühling zurückkehrt, ist ein neuer Sprössling gewachsen … „Wazn Teez?“ erzählt vom Wunder des Lebens, von einer Reise durch die Jahreszeiten und dem Zusammenhalt einer Gruppe. Das erfolgreiche Bilderbuch von Carson Ellis und ihr sprachwitziges „Insektisch“ wurde vom Dramatiker Martin Heckmanns weitergesponnen zu einem Insekten-Esperanto, das bisher keiner kannte und das doch für alle verständlich ist. Intendant Alexander Riemenschneider inszeniert ein großes Familienmusical, in dem das Ensemble mit Liedern und Zirkuselementen in die Welt zwischen den Grashalmen eintaucht.

Jurybegründung

Krabbeltiere als Hauptfiguren eines Musicals, und eine ganze Inszenierung auf Insektisch? Welch verrückter Spaß. Gestaltet ist er nach dem Bilderbuch von Carson Ellis, in dem eine liebenswert verschrobene Gemeinschaft von Käfern, Libellen, Wanzen den Lauf eines Jahres, das pflanzliche Werden und Vergehen erlebt. Autor Martin Heckmanns dichtet Ellis’ Phantasiesprache weiter; Regisseur Alexander Riemenschneider und das tanz- wie sangesfreudige Ensemble statten jedes Insekt mit einer eigenen Persönlichkeit aus; Ohrwürmer steuert die Band bei; und zum Schluss verwandelt sich eine Raupe in einen Trapezkünstler. „Wazn Teez“ ist phantasiereiche Revue-Unterhaltung für alle ab dem Kindesalter, die Verständnis für die Natur und fremd scheinende Seinsweisen weckt. Für Welterfinder*innen zu empfehlen.

O-Ton Jury

Als mitreißendes Insekten-Musical spinnt „Wazn Teez“ Carson Ellis’ bekanntes Bilderbuch über eine Gemeinschaft kleiner Krabbeltiere und das große Werden und Vergehen weiter. Und erweist, dass mit Phantasie und Offenheit auch ‚Fremdes’ mühelos verstehbar ist.

Aufführungstermine

Fr. 10.10.2025, 10:00 | Theater in der Parkaue - Bühne 1
Sa. 11.10.2025, 17:00 | Theater in der Parkaue - Bühne 1
Mi. 04.11.2025, 10:00 | Theater in der Parkaue - Bühne 1

www.parkaue.de

Credits

Spiel: Tenzin Chöney, Johannes Döpping, Moritz Haase, Jarnoth, Ilona Raytman, Andrej von Sallwitz, Mira Tscherne, Tobias Vethake, Kofi Wahlen, Karla Wenzel
Regie: Alexander Riemenschneider
Bühne: David Hohmann
Kostüme: Martina Lebert
Musik: Tobias Vethake
Dramaturgie: Sabine Salzmann
Künstlerische Vermittlung: İlayda Schattner

Uraufführung: 16.11.2024
Dauer: 55 Minuten

BÄR. Ein Zeitzeuge erzählt | 9+ | Schaubude Berlin

BÄR. Ein Zeitzeuge erzählt
BÄR. Ein Zeitzeuge erzählt
© Constantin Rieß

Stückbeschreibung

Dokumentarisches Puppen- und Objekttheater · in deutscher Lautsprache (auf Anfrage mit englischsprachigen Übertiteln)

Bärchen, Spitzname »Bär«, ist ein Teddy und über 100 Jahre alt. Seine Augen haben schon viel gesehen. Er war in sehr schönen, aber auch in sehr schlimmen Momenten dabei, zum Beispiel, als die Wände wegen der Bomben wackelten. Oder als Irenes Großmutter deportiert wurde. Bisher ist Bär diesen Erinnerungen lieber ausgewichen. Nun betritt er mit uns lange verschlossene Räume, in denen wichtige Stationen seiner Biografie mit Schattenspiel und Sound wieder lebendig werden. Ein dokumentarisches Puppen- und Objekttheater über das Leben eines jüdischen Kindes in der NS-Diktatur, erzählt aus der Sicht eines Teddybären.

Jurybegründung

Feinfühlig und mit großer Achtung vor den Charakterenerzählt Josephine Hock die Geschichte einer Familie im Nationalsozialismus – die Lebenserinnerungen von Irene Grumach-Shirun. Erzähler ist Irenes Teddybär, aus dessen Blick das dokumentarische Material lebendig auf die Bühne gebracht wird. Mit Puppe, Projektionen, Schattenspiel und Soundeffekten macht die Inszenierung einen Alltag zu Kriegszeiten aus Kindersicht erlebbar, ohne dabei die menschliche Wärme zu verlieren. Mittels kleiner Figuren und Objekten bekommen die Erinnerungen eine ästhetische Form und das Einbrechen der großen Welt in den Kinderkosmos durch Schattenspiel wird visuell nahbar.

O-Ton Jury

Wann, wenn nicht jetzt sollte es eine Inszenierung geben, die Grundschulkindern Themen nahebringt, mit denen Menschen im Nationalsozialismus konfrontiert waren, und gleichzeitig eine Vielfalt an Spielweisen und ästhetischen Darstellungsformen hierfür findet.

Aufführungstermine

Mi. 15.10.2025, 10:00 | FELD Theater
Do. 16.10.2025, 10:00 | FELD Theater

https://schaubude.berlin/

Credits

Konzept, Performance: Josephine Hock
Regie: Hannes Kapsch
Konzept, Szenografie, Kostüme: Luise Ehrenwerth
Sound: Sebastian Schlemminger
Puppenbau: Verena Waldmüller
Dramaturgie: Tim Sandweg
Antisemitismuskritische Beratung: Juliette Brungs
Lichtdesign: Werner Wallner
Technische Einrichtung: Jens Angermann, Paul Friedrich
Konzeption Begleitmaterial: Iven Hoppe
Workshop: Franziska Burnay Pereira, Bri Anne Schröder, Susann Tamoszus
Audiodeskription: Nicolai Audiodeskription

Eine Produktion der Schaubude Berlin nach den Lebenserinnerungen von Irene Grumach-Shirun, aufgeschrieben von Jill Levenfeld

Uraufführung: 29. Juni 2024, Schaubude Berlin
Dauer: 45 Minuten plus 60 Minuten Nachbereitungsworkshop bei Schulvorstellungen

Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
Die Konzeption für die Inszenierung entstand im Rahmen des Projektes «Hakara–Transgenerationalem Trauma begegnen» von AMCHA Deutschland e. V. und wurde vom Auswärtigen Amt gefördert.

Jugendtheater

Typen | 10+ | Theater Strahl

Typen
Typen
© Johann Maria Kressin

Stückbeschreibung

Eine Freundschaft zwischen Halfpipe, Schulbank und Kinderzimmer.

In Typen blicken wir gemeinsam mit dem Publikum auf Szenen aus dem Alltag von vier Jungs: Luca, Chris, Quinn und Robin. Was sind das für Typen? Was hält sie zusammen, was trennt sie? Wann fühlen sie sich stark, wann allein? Muss man als Junge immer cool sein und was soll das überhaupt heißen?
Auf poetische und unterhaltsame Weise nimmt die Inszenierung Rollenbilder unter die Lupe und holt das Publikum wortwörtlich mitten hinein ins Geschehen. 
Typen, das sind starke Beziehungen und überraschende Wendungen; Musik und Rhythmen, die uns mitnehmen; Statusspiele, die uns zum Lachen bringen. Typen lädt ein zu einem genrationsübergreifenden Erlebnis zwischen Bühne und Zuschauerraum. Mit Mando — Europameister im Beatboxen und Weltmeister im Loopstation Beatboxen.

Masken auf und los! 

Jurybegründung

Typen überzeugt durch eine kluge, vielschichtige Auseinandersetzung mit männlichen Rollenbildern und jugendlicher Identität. Im Zentrum stehen Masken, die in der Inszenierung nicht nur äußere Hüllen, sondern lebendige Figuren werden. Sie wirken wie beseelt, entwickeln eigene Präsenz und schaffen einen faszinierenden Abstand zum Realismus – und gleichzeitig große emotionale Nähe. In präzise gestalteten Szenen erkundet das Stück Freundschaft, Zugehörigkeit und Unsicherheit mit Humor und Klarheit. Musik, Beatbox und Loopstation integrieren sich organisch ins Geschehen. „Typen“ gelingt ein eindrucksvoller Brückenschlag zwischen Theaterkunst und Alltagswelt, der nachhaltig wirkt.

O-Ton Jury

"Die Masken in Typen werden zu eigenständigen Figuren – lebendig, ausdrucksstark und berührend. Mit musikalischer Energie und klarem Blick auf jugendliche Rollenbilder schafft die Inszenierung ein starkes Theatererlebnis."

Aufführungstermine

Fr. 07.11., 11:00 Uhr | Theater Strahl - Ostkreuz
Sa. 08.11., 15:00 Uhr | Theater Strahl - Ostkreuz
Di. 11.11., 11:00 Uhr | Theater Strahl - Ostkreuz
Mi. 12.11., 11:00 Uhr | Theater Strahl - Ostkreuz
Do. 13.11., 18:00 Uhr | Theater Strahl - Ostkreuz
Fr. 14.11., 11:00 Uhr | Theater Strahl - Ostkreuz

www.theater-strahl.de

Credits

Spiel: Berta Del Ben/Maraike Brüning, Beate Fischer, Janne Gregor, Jana Heilmann
Von: Michael Vogel und Ensemble
Regie und Masken: Michael Vogel
Co-Regie: Maraike Brüning
Live Musik & Beatbox: Daniel Mandolini
Kostüme: Kathrin Hauer
Foto- & Videograf: Johann Maria Kressin
Maskencoaching: Andrés Angulo
Bühnenbau: Markus Trapp, Markus Wos
Theaterpädagogik: Florian Bilbao, Julie Tiepermann

Uraufführung: 07.11.2024
Koproduktion Theater Duisburg

BÜLOWSTRASSE | 15+ | GRIPS Theater

BÜLOWSTRASSE
BÜLOWSTRASSE
© david baltzer / bildbuehne.de

Stückbeschreibung

Nach dem gleichnamigen Album von LEA

Eine Geschichte vom Erwachsenwerden mitten in Berlin.

Mila lebt in der Bülowstraße in Berlin-Schöneberg. Mit ihren besten Freund*innen Yasmin und Timur zieht sie feiernd durch die Stadt. Denn Mila will vor allem eins: Sich ins (Nacht-) Leben verschwenden, ohne Blick aufs Morgen, den Alltag vergessen. Das Verhältnis zu den streitenden Eltern ist angespannt und mit Jerome taucht auch noch ein Gesicht aus der Vergangenheit auf. Mila fühlt sich zerrissen zwischen den Anforderungen des Lebens und einer inneren Leere. Yasmin hat eine andere Vorstellung vom Leben und will Schauspielerin werden. Und auch Timur hat seine Geheimnisse. Ein tragisches Ereignis zwingt Mila dazu, nachzudenken, welchen Weg sie in Zukunft gehen will.

Auf Grundlage von Songs der erfolgreichen Musikerin LEA erzählt BÜLOWSTRASSE von den Füchsen dieser Großstadt. Dabei begeben sich Mila und ihre Freund*innen auf einen Trip zwischen tiefer Verlorenheit und Nächten, in denen man die Sterne greifen kann. Doch manchmal donnert der Kopf so laut, dass man das eigene Herz nicht mehr hört. Mitten in Berlin entsteht so eine Geschichte vom Erwachsenwerden voller Höhen und Tiefen, Träume und Herausforderungen.

Jurybegründung

BÜLOWSTRASSE, eine Inszenierung nach dem gleichnamigen Album der Sängerin LEA, die sich auf eine Reise zwischen tiefer Verlorenheit und berauschenden Höhenflügen begibt. Das Stück gibt Jugendlichen und jungen Erwachsenen Halt und zeigt ihnen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind.
In BÜLOWSTRASSE wird nicht nur durch Lautsprache kommuniziert, sondern auch die Musik beschreibt Konflikte, Gefühle und stellt die Komplexität der Themen dar. Durch fließende Übergänge im Bühnenbild werden Gefühlslagen, Orte und Beziehungen symbolisiert. BÜLOWSTRASSE ist eine Komposition aus Bühnenbild, Musik, Thematik und Schauspiel, die einen mitreißt und berührt.

O-Ton Jury

BÜLOWSTRASSE begeistert durch einen gelungenen Umgang mit der Orientierungslosigkeit, mit der viele Jugendliche konfrontiert werden. Das Stück bringt das Publikum zum Lachen, zum Weinen und hinterlässt ein Gefühl von neuem Lebensmut.

Aufführungstermine

Fr. 03.10.2025, 19:30 | GRIPS Hansaplatz
Sa. 04.10.2025, 19:30 | GRIPS Hansaplatz
Di. 07.10.2025, 18:00 | GRIPS Hansaplatz

www.grips-theater.de

Credits

Nach dem gleichnamigen Album von LEA
Text: Juri Sternburg
Nach einer Idee von Konstantin Scherer
Spiel: Johanna Meinhard, Lisa Klabunde, Daniel Pohlen, Marcel Herrnsdorf, Jens Mondalski, Katja Hiller, René Schubert
Musiker*innen: Caspar Hachfeld (drums), Julia Horváth (guit.) und Hui-Fang Lee-Kronenberger (keys)
Regie: Sigrun Fritsch
Bühne: Sigrun Fritsch, Sönke Ober
Kostüm: Pierre-Yves Dalka
Choreografie: Luka Marie Putnina
Video: Jānis Putninš
Musikalische Konzeption: Robin Haefs, Konstantin Scherer
Musikalische Leitung und Arrangements: Caspar Hachfeld
Music Supervisors: Robin Haefs, Konstantin Scherer, Wim Treuner
Szenische Musik: Konstantin Scherer, Wim Treuner, Caspar Hachfeld, Phil the Beat, Thilo Brandt, Jonathan Walter, Bojan Assenov
Dramaturgie: Tobias Diekmann
Theaterpädagogik: Gitanjali Schmelcher, Jana van Beek
Regieassistenz: Martin Krappmann, Lea Wendschuh

Uraufführung: 20.02.2025
Dauer: 2:00 h mit Pause

Antigones Vermächtnis | 15+ | Theater an der Parkaue – Junges Staatstheater Berlin

Antigones Vermächtnis
Antigones Vermächtnis
© Sinje Hasheider

Stückbeschreibung

Die Neuerzählung von Sophokles antiker Tragödie fragt, wie das Handeln einer Einzelnen zur politischen Bewegung werden kann.

Ziemlich große Fußstapfen liegen vor Ismene. Alle kennen den Namen ihrer älteren Schwester: Antigone. Antigone, die für ihre Ideale eintrat, die sich gegen die Staatsmacht stellte und dafür mit dem Leben bezahlen musste. Aber wer ist eigentlich Ismene? Das fragt sich auch Ismene selbst, die in „Antigones Vermächtnis“ zur Hauptfigur wird. Und vor allem beschäftigt sie: Was wird von ihr erwartet? Wie kann Ismene den Widerstandsgeist von Antigone weitertragen und die Vision einer gerechteren Gesellschaft aufrechterhalten. Sich dem Erbe der Schwester zu stellen, birgt eine große Verantwortung und kann zugleich die Chance auf einen politischen Wandel sein. „Antigones Vermächtnis“ ist ein Auftragswerk der Dramatikerin und Lyrikerin Athena Farrokhzad für das Theater an der Parkaue. Farnaz Arbabi, Regisseurin und Intendantin des Kinder- und Jugendtheaters „Unga Klara“ in Stockholm, bringt das Stück zur Uraufführung. Inspiriert von Frauen in Widerstandsbewegungen weltweit präsentiert das schwedisch-iranische Team ein kraftvoll-poetisches Plädoyer für weibliche Solidarität.

Jurybegründung

Antigone tobt, hat der König doch verboten, ihren Bruder zu bestatten. Voll Zorn fegt sie sein Gesetz hinweg – und mit ihm das Patriarchat, auch wenn es sie das Leben kostet. Als „berühmteste Aufrührerin der Geschichte“ ist Antigone in der Parkaue-Inszenierung eine Kämpferin im Mädchenkleid; mit nichts als Boxhandschuhen und schweren Sneakers tritt sie gegen die Staatsmacht an. Hochmütig ist ihr Begehr, eine Heldin zu werden: So denkt ihre Schwester Ismene, die Antigones Vermächtnis mit dem Chor der kämpfenden Frauen in die Zukunft trägt. In einer kraftvollen Inszenierung aktualisieren Athena Farrokhzad und Farnaz Arbabi vor dem Hintergrund der Proteste im Iran die griechische Tragödie: Auflehnung gelingt nur, wenn sie auf Solidarität beruht und Vorbilder findet. „Frau*. Leben. Freiheit.“

O-Ton Jury

In einer kraftvoll wütenden Inszenierung zeigen Athena Farrokhzad und Farnaz Arbabi, wie aktuell die antike Tragödie um Antigone und ihre Auflehnung gegen die Staatsmacht heute noch ist: In Protesten wie im Iran riskieren Frauen ihr Leben – für die Freiheit.

Aufführungstermine

aktuell keine Termine

www.parkaue.de

Credits

Spiel: Birgit Berthold, Caroline Erdmann, Elisabeth Heckel, Theresa Henning, Nina Niknafs, Denis Pöpping
von: Athena Farrokhzad
aus dem Schwedischen von: Stefan Pluschkat
Regie: Farnaz Arbabi
Bühne und Kostüme: Jenny Kronberg
Musik: Shida Shahabi
Dramaturgie: Leila Etheridge
Künstlerische Vermittlung: Bárbara Galego

Uraufführung: 06.11.2024
Dauer: 50 Minuten

Video: Zeitgebilde Filmproduktion

Das Programmheft zur Verleihung liegt nun zum Download bereit.

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